Craniomandibuläre Dysfunktion Therapie

Immer mehr Menschen leiden unter der Craniomandibuläre Dysfunktion und erhalten lange Zeit keine richtige Diagnose. Die Krankheit ist recht schwer zu erkennen, da die Symptome sehr vielfältig und unspezifisch sind. Knacken im Kiefer, Schmerzen beim Kauen und Schwindel: Das sind die häufigsten Symptome bei CMD. Ein Krankheitswert sollte jedoch erst einmal bemessen werden, wenn der Patient die aufgezählten Symptome vorweist. Experten warnen jedoch vor Fragebögen, die man in Praxen bekommt. Auch im Internet gibt es viele davon und oft stellt man sich dann seine eigene Diagnose.

CMD ist mit Sicherheit keine Volkskrankheit, wie es oft behauptet wird. Nach gewissen Untersuchungen ist es so, dass fast 75% aller Patienten keinen Befund erhalten. Eine richtige Behandlung benötigen nur die wenigsten Betroffenen. Noch vor einem Jahr ging man in Deutschland davon aus, dass nur rund 3% diese Krankheit haben. CMD kann viele Ursachen haben, allerdings ist es weitestgehend noch zu wenig erforscht, um eine klare Aussage treffen zu können. Oft haben Betroffene Schmerzen beim Kauen und leiden an Schwindel und Ohrgeräuschen. Zahnschmerzen, Kopfschmerzen und Schmerzen im Gesicht treten dann meist erst später auf. In der Nacht wird außerdem oft mit den Zähnen geknirscht. Frauen haben diese Probleme öfter als Männer.

Die Craniomandibuläre Dysfunktion Therapie unterteilt sich erst einmal in eine instrumentelle und eine klinische Funktionsanalyse. Das Einfache muss immer an erster Stelle stehen. Zuerst muss also eine umfangreiche Anamnese stattfinden, wobei der Arzt den Patienten mit Augen und Händen begutachtet, um Auffälligkeiten festzustellen. Das kann entweder ein Arzt oder ein Zahnarzt machen. Idealerweise sucht man jedoch einen Experten auf, da dieser sich am besten mit der Krankheit auskennt. Falls es danach überhaupt noch notwendig ist, kommen die Instrumente zum Einsatz. Hier arbeitet man mit elektronischen Messsystemen, die den Bewegungsumfang des Kiefers messen können. Hierbei wird die Koordination geprüft.

Begleiterkrankungen müssen ausgeschlossen werden, um die richtige Therapie starten zu können. Rückenschmerzen und Schwindelgefühle können auch woanders herkommen. Das schwierigste ist, das Lokalisieren der Beschwerden. Schmerzen strahlen oft in eine ganz andere Richtung und werden demnach anders wahrgenommen. Im Prinzip können sowohl Fehlstellungen als auch Entzündungen eine wesentliche Rolle spielen. Oft sind aber auch Faktoren wie eine psychische Überbelastung und Stress der Auslöser. Manche Patienten leiden zusätzlich an Depressionen, weshalb eine Therapie angeraten wird. Stress ist eine Allgemeinerkrankung und kann viele Symptome auslösen. Bildgebende Verfahren können oft für mehr Aufschluss sorgen. Wenn die Diagnose steht, wird man jedoch gute Fortschritte machen, wenn man die Therapie ernstnimmt.

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